36 Tage Gallo Pinto und dann plötzlich Pura Vida

Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, bei Gallo Pinto – dem typischen Frühstück und Abendessen aus Reis und (roten!) Bohnen in Nicaragua. Zum Frühstück gibt es Eier, Cuajada (eine Art Salzkäse) und Sauerrahm dazu, zum Abendessen Fleisch und Krautsalat (bzw. nur Krautsalat & Käse).  Es geht ja nicht immer nur ums Essen, aber ich wollte nur bemerken, dass dieser typische Teller Bestandteil eines jeden Tages in Nicaragua für uns war.

Und obwohl wir jetzt eigentlich schon den Flug genommen haben, versetze ich mich nochmal in die Situation der letzten Tage in Nicaragua, wo es gefühlsmäßig ziemlich viel um diesen besagten Flug ging.

Ein Flug setzt ein Datum, und damit ein Ende an eine Reise. Davor hatten wir Angst. Und da in Costa Rica nichts auf uns wartete außer Vladi, beschlossen wir eben aus den 30 vorgesehenen Tagen, 36 zu machen. Weiterlesen „36 Tage Gallo Pinto und dann plötzlich Pura Vida“

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Reportage! (verspätet, aber besser spät als nie!)

Immer wieder dieselbe Geschichte: schöne Orte ziehen Menschen an. Am Ende regiert das Geld und kontrolliert den Zugang. Leidtragende ist die Bevölkerung – und die Natur. Eine Bestandsaufnahme:

Die Küste der so genannten Riviera Maya auf der mexikanischen Karibik-Halbinsel Yucatán ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Welt: Pauschaltouristen aus der ganzen Welt landen in Cancún, um den versprochenen Zauber des klaren Wassers und der weißen Sandstrände zu erleben. Für den mexikanischen Staat ist die Kombination aus exotischen Maya-Tempeln und westlichem Urlaubskomfort dabei eine Goldgrube – für alle Anderen ist sie eine teure Farce.

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Von Dschungelaffen, bunten Schmetterlingen und einem riesigen See

Unsere Ankunft auf der Insel Ometepe war teils Schicksal, teils Tramperglück. Am Morgen noch völlig planlos in León, nach Managua, Masaya oder Granada? Doch die Kontaktlosigkeit in der Hauptstadt und ein Kontakt in einer kleinen Gemeinde im Süden der Insel Ometepe ließen uns in den Truck einssteigen, und auf seinem Weg nach Costa Rica in Rivas aussteigen, einen weiteren Ride nach San Jorgé erwischen und mit der letzten Fähre landeten wir noch am selben Tag in Moyogalpa, der Hauptstadt der Insel mit den zwei Vulkanen. Ome bedeutet zwei in Nahua, und tepe Berge. Eine Insel mit zwei Bergen klingt bekannt oder?

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El túnel del machismo

Hoy es el día internacional contra la violencia de mujeres. Por eso utilizo este momento a sentarme en la mesa y escribir sobre un tema que me afecta hace mucho tiempo: Los feminicidios

En realidad, este día sólo es símbolico porque todos deberíamos pensar en este problema más que una vez al ano. Yo ultimamente lo pienso casi todos los días. Esto puede ser o no ser así porque me encuentro en países latinoamericanos. Weiterlesen „El túnel del machismo“

Die Zukunft ist groß

Heute Nacht sprachen wir über das, was in Paris und in der Welt passiert. Was in social media passiert. Ich brauch es nicht auszusprechen, da alle schon bescheid wissen. Naja, vielleicht nicht meine Mama, da sie kein Facebook hat. Viele meiner Freunde (v.a. Latinos) sagen, es sei nicht fair um die ausm „Westen“ mehr zu trauern, als um die „anderen“. Im Libanon sind ebenfalls viele Menschen gestorben, das wissen nun alle. Überall sterben jeden Tag viele Menschen, doch nicht allen werde gleichviel Aufmerksamkeit entgegen gebracht, so die Argumentation, die plötzlich viele Meinungen bestimmt. Viele sagen, „hört auf euer Profilbild in Frankreich-Farben zu ändern“ und die ersten Gegenkampagnen mit der syrischen Flagge haben schon begonnen. Das Argument mag zum Teil stimmen. Doch wir fragen uns, ist es nicht angsteinflößend, dass plötzlich so viele Menschen über Trauer entscheiden wollen?

Man soll die Welt so sehen wie sie ist, aber muss man sie so lassen?

Die Reaktionen werden eine Zeit lang groß bleiben, bis die Pressemeldungen sich auf ein anderes Thema konzentrieren. Aber wir haben Angst vor den Folgen, die aus Kurzsichtigkeit und Fremdenhass (v.a. nachdem die Flüchtlingssituation in Deutschland so viele rassistische und dumme Menschen aufdeckte) kommen könnten. Ich hoffe nur, ihr denkt daran, dass Menschen die fliehen, vor ebensolchen Leuten, die Terror schaffen, geflohen sind. Und redet mit denen, die sich dessen nicht so bewusst sind. Wir sind nicht da, aber

„Auch wir sind Teil dieser Gesellschaft mit beschränkter Haftung.“

Wir denken an die Muslime, die uns auf dieser Reise geholfen haben. Menschen, die unsere Freunde wurden. Menschen, die Träume haben. Wunderschöne Menschen. Ich denke daran, was der IS mit dem Image einer Religion antut, und dass es wohl das schlimmste ist, was diese Welt seit langem zustande brachte. Und ich möchte diesen Gedanken nicht weiterdenken.

Nach diesem Gespräch halfen uns die Sätze von Freundeskreis Bilder von einer anderen Welt zu sehen. Und wir haben wieder Hoffnung und die Angst verfliegt.
Denn Angst ist das gefährlichste in der Welt.

Sagte mal ein kluger Kopf 🙂

„Von Schönheit entflammt ist diese Erde. Von Elend ganz verbrannt ist diese Welt.

Doch ihre Zukunft ist ehrlich und groß.“

Wer auch mitträumen mag, hört doch mal für ein paar Minuten gut zu:

die zukunft sind wir, die zukunft seid ihr